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Dr. Peter Preiß:
Kritikpunkte des traditionellen Rechnungswesenunterrichts

Die Kritik am traditionellen Rechnungswesenunterricht kann durch mangelhafte Schülerorientierung, mangelhafte Praxisorientierung, mangelhafte Wissenschaftsorientierung und mangelhafte curriculare Verknüpfung skizziert werden. Die mangelhafte Schülerorientierung liegt hauptsächlich in Schwächen bei der Veranschaulichung (Kontenbilder statt Bezug zu realen Vorgängen), der fehlenden Sinnhaftigkeit ("sinnlose" Zahlen, keine Konsequenzen), der Eintönigkeit der Lernprozessgestaltung (methodischer und inhaltlicher Formalismus) sowie Ungenauigkeiten bei der Erklärung zentraler ökonomischer Begriffe, woraus Lern- und Verständnisschwierigkeiten resultieren (vgl. hierzu die Untersuchungen von Pawlik 1979, Tramm/Hinrichs/Langenheim 1996 und Vernooij 1996).

Eng verbunden mit der mangelhaften Schülerorientierung ist die mangelhafte Praxisorientierung, weil die Schüler und nicht nur die Arbeitgeber ein elementares Interesse am Erwerb beruflich und privat verwertbarer Qualifikationen haben. Die Defizite des traditionellen Rechnungswesenunterrichts betreffen einerseits die Separierung des Rechnungswesens aus dem Handlungszusammenhang des kaufmännischen Sachbearbeiters im Verkauf, Einkauf, der Produktionsplanung und im Personalwesen in einen nachgelagerten und isolierten Handlungsbereich des "Buchhalters vergangener Tage". Diese Kritik trifft auch den isolierten Einsatz kommerzieller Finanzbuchhaltungsprogramme. Hier wird sowohl die Übernahme der Daten aus anderen kaufmännischen Anwendungen als auch aus vorangegangenen Rechnungsperioden vernachlässigt.

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