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Teil 5

 

 

Hans P. Weller, Horst Fischer:
Überwindung von Schwachstellen des traditionellen Rechnungswesen-Unterrichts

Teil 1

Leitgedanken

Bereits Anfänger im Rechnungswesen sollen im Sinne eines verbesserten Problemverständnisses verstärkt über Elemente, Kategorien und Strukturen nachdenken, durch die das System der doppelten Buchführung und der Jahresabschluss entscheidend geprägt sind. "Die Erarbeitung von Strukturwissen und dessen Anwendung und Generalisierung bleibt trotz der Informationstechnologie bedeutsam". Eigene Erfahrungen und Erhebungen belegen jedoch, dass sowohl Anfänger in betriebswirtschaftlicher Ausbildung als auch Fortgeschrittene im Rechnungswesen den "inneren Zusammenhang" von Inventur, Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Buchführung häufig nicht erkennen.

Das im Rechnungswesen-Unterricht vermittelte Wissen muss an der Realität überprüft werden können. Praxisnähe fordert daher die Verwendbarkeit des Erlernten für die Anforderung von heute. Berufsbildung soll und muss sich an der Berufspraxis und deren konkreten Anforderungen ausrichten. Der Eindruck indessen, dass Inhalte und Methoden des Unterrichtsfaches Rechnungswesen häufig noch viel zu sehr in der Buchungs-, Abschluss- und Rechentechnik verhaftet und zudem durch Praxisferne gekennzeichnet sind, verdichtete sich während der vergangenen Jahre zunehmend. "Aus wirtschaftspädagogischer und bildungsphilosophischer Sicht sind generell das niedrige kognitive Niveau des Unterrichts und die Dominanz des Trainings gegenüber der Erkenntnis zu bemängeln, was den Lernenden den Weg zu hinreichender Sach- und Sozialkompetenz verstellt, statt ihn zu öffnen. Die Reform des Rechnungswesen-Unterrichts steht also unumgänglich auf der Tagesordnung."

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